gudrun seidenauer
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Rezensionen zum "Hausroman"

Die Presse - 4. Jänner 2013

Die traut sich was. Dieser Gedanke kam nach der Lektüre der ersten Seiten auf – und: Kann das gutgehen? Da führt eine Autorin nach zwei Seiten Erzählung in auktorialer Perspektive einen Ich-Erzähler ein, der sich rasch als das Haus, in dem das Erzählte verortet ist, herausstellt. Ein sprechendes Haus, das seine verschiedenen Bewohnerinnen und Bewohner beobachtet und ihre Lebensgeschichten erzählt? (...) Der langen Frage kurze Antwort: Es geht gut. (...)

Salzburger Nachrichten - 12. Dezember 2012

(...) Ach ja, die Menschen. Die Salzburger Schriftstellerin Gudrun Seidenauer weiß in ihrem dritten Roman ein Lied zu singen von der Unmöglichkeit, in Frieden miteinander auszukommen. (...) Sie beißt sich fest an kleinen Szenen, in denen sich Verschiebungen in der Tektonik der Seele ergeben. (...) Dabei bleibt sie nüchtern, ungerührt. Sie lockt Zwischentöne im Beziehungsgefüge hervor, jeder tickt nach eigenem Plan. So sieht der Gegenentwurf zum klassischen Gesellschaftsroman aus. (...)


Rezension zu "knallgelb verschränkt"

Literaturhaus Wien (literaturhaus.at) - 31. Jänner 2011

Die meisten der hier versammelten Prosaminiaturen und Gedichte von Gudrun Seidenauer haben ihren Entstehungspunkt in den Collagen und Acrylgemälden ihrer Lehrkollegin am Salzburger Musischen Gymnasium, Monika Sperrer. Bereits in den Collagen aus Fotografien, Schriften und Zeichnungen sind Geschichten angelegt, die einen breit gefächerten Interpretationsraum eröffnen. Gudrun Seidenauer, die 2009 den beeindruckenden Alzheimer-Roman "Aufgetrennte Tage" publizierte, interpretiert teils die Bildgenese, teils zeichnet sie Sperrers oft reduzierte Bilder weiter, setzt neue Schichten oder pointierte Geschehnisse ein. Daraus entstehen teils knisternde Korrespondenzen oder unerwartete Antworten, mitunter befruchtende Überlagerungen. (...)


Rezensionen zum Roman "Aufgetrennte Tage"

Frankfurter Allgemeine Zeitung - 3. Februar 2010

(...) Behutsam beschreibt Gudrun Seidenauer das komplizierte Geflecht familiärer Beziehungen. Diese "Aufgetrennten Tage", in denen der Lebensfaden abgespult wird, ist mehr als die Talentprobe einer jungen Schriftstellerin, die mit ihrem virtuosen Debüt "Der Kunstmann" überzeugte.

Literaturhaus Wien (literaturhaus.at) - 15. April 2009

(...) Gudrun Seidenauer hat einen psychologisch einfühlsamen und stilistisch hervorragenden Roman über Erinnerungs- und Vergessensleistungen geschrieben, der besser als bisher Gelesenes die Macht der Zeit und die Wunden, die sie schlägt, analysiert.


Rezensionen zum Roman "Der Kunstmann"

Literaturhaus Wien (literaturhaus.at) - 2. Mai 2005

(...) Gudrun Seidenauer, die mit "Der Kunstmann" ihren ersten Roman vorlegt und davor mit ihrer Lyrik bereits auf sich aufmerksam machte (Salzburger Lyrikpreis), gelingt es treffend, die menschlichen Spannungen und Zwischentöne im Umgang mit der Vergangenheit aufzuzeigen.
(...) Die Sprache erscheint dem Geschehen angemessen, klar und distanziert - und doch wird mit ihr gespielt, denn sie ist es, die in diesem Roman im Vordergrund steht, die aus Worten mehr als bloße Worte macht(e): ein virtuoses Debüt, von dessen Autorin man sich noch Einiges versprechen darf.

KOLIK - 32/2005

(...) Es ist ein großes Verdienst des Buches, dass es den Fragen nach der Rolle von Sprache und Kunst für das Leben mit solcher Hartnäckigkeit nachgeht, freilich, ohne sie allgemein praktikabel lösen zu können oder zu wollen. (...) Es ist ein sehr gescheites, faires und sehr gründliches Buch, das Frau Seidenauer hier vorlegt. Es ist ein Buch von hoher erzählerischer Raffinesse (...), aber diese Raffinnesse ist weder eitel noch zynisch, sondern steht im Dienste der Genauigkeit des Erzählbaren. (...)

literature.de - 2. Mai 2005

(...) In ihrem Romandebüt gelingt es Gudrun Seidenauer auf eine sehr bewegende Art, dem Leser ein ständig präsentes Stück Vergangenheit vor Augen zu führen. Im Zuge des zweiten Weltkriegs gab es eine Vielzahl Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen zum Teil sogar gezwungen sahen eine andere Identität anzunehmen. Und wie fühlen wir uns, wenn wir auf einen solchen Menschen treffen, der zwei so unterschiedliche Leben gelebt hat, zwei völlig verschiedene Ideologien verfolgt hat? Gudrun Seidenauer geht diesem Problem auf eine überaus einfühlsame und dennoch distanzierte Art auf den Grund.

Bibliotheksnachrichten - 02/2005

(...) Der Debütroman von Gudrun Seidenauer besticht durch eine außergewöhnlich virtuose Sprache. Fesselnd und zugleich tröstlich wirken die Worte, sie tragen den Leser trotz der Schwere des Themas leicht durch die Geschichte.

News 14/05

(...) Ein fein gearbeitetes, sprachlich exzellentes Debüt der in Salzburg ansässigen Germanistin.

Echo, Innsbruck - 28. April 2005

Ein subtiler, bewegender Roman, dem man viele Leser wünscht (...)